Gastbeitrag von Evelin Wraki, freut euch monatlich wundervolle Kurzgeschichten von ihr zu lesen. Evelin liegt das Schreiben im Blut und ich habe ich ihre tollen Geschichten schon auf Instagram bewundert, wo ich sie auch kennengelernt habe. Dort schrieb sie schon immer wundervolle Alltagsgeschichten aus dem Leben mit viel Humor. Doch das ist nur eines ihrer tollen Hobbys, über ein weiteres schreibt sie auf meinem Blog. Viel Spaß beim Lesen

 

Pullunder über Caban-Jacke, Jeans-Look, Boyy-Tasche

Ein Faible der Frau Hüte….

 

 

Kennt ihr das auch? Euch gefällt etwas, kauft es und denn es sitzt, passt, sieht gut aus und alle sind begeistert. Naja, fast alle. Die Männerwelt nicht immer, aber dazu etwas später.

 

Ich spreche von der Kopfbedeckung der Frau. Mützen, Käppis und Hüte. Ich liebe sie alle und in jeder Form, auch wenn ich meisten Kappen und Wollmützen trage. Außer im Sommer, da kann schon ein modischer Strohhut, mich vor der Sonne schützen.

 

Mich hat das Faible bzw. die Begeisterung für Hüte schon in der Wiege erwischt. Schrie sich die halbe Babywelt in der Familie den Hals aus, wenn man ihnen ein Babymützchen in der Wiege oder bei der Ausfahrt mit der Babykutsche aufsetzte, so grinste ich wie ein Pfefferkuchenpferd, hörte zu brüllen auf und entschlummerte selig in die Traumwelt.

 

Da meine Mutter und meine Tante Fans von Grace Kelly und Coco Chanel waren, wurde mir mit 2 schon ein edles Kopftuch auf meine 3 roten Haare gebunden, natürlich passend zum roten Mäntelchen.

 

Zur Einschulung verpasste man mir ein kariertes Kostüm im Chanelstil und Achtung jetzt kommt’s! Natürlich abgerundet mit Hut und roten Lackballerinas.

 

Liebe Männerwelt verzeiht, aber wie man sieht, ich wurde schon in jüngsten Jahren infiziert oder es sind einfach die weiblichen Gene vererbt.

 

Kurz wurde die Begeisterung während der Schulzeit unterbrochen, auch wenn ich bei Ausflügen nach Wien, in der Straßenbahn die Ladies mit Hüten à la Hollywood sitzen sah und doch von diesen Schick beeindruckt war.

 

Doch Sommerurlaub mit der ersten großen Liebe in Italien machten mich wieder heiß auf die Hüte wie sie die Italienerin am Strand oder in der Eistaverne trug.

 

Natürlich musste so ein Ding in der Größe eines Fahrradreifens, koste er was es wolle, erstanden werden. Warum mein damaliger Herzenseroberer immer 50 m oder 1000 Schritte am Strand hinter mir durch den Sand schlurfte, wenn ich den Strohhut trug und absolut damit kein Foto von mir machen wollte, verstand ich nicht. Begründung war nur: Ich bekomme Dich mit dem Unding nicht aufs Bild! Selfies gab es damals noch nicht. Nur analoge Fotografie.

 

Bald darauf hab ich ihn in die Wüste geschickt. Also die erste große Liebe und nicht den Hut.

 

Und dann kam er! Ja er der Mitbewohner und Allesversteher.

 

Ok, Ok ja er ist ein Mann und kann nicht alles verstehen, was Frauen so gefällt und da sind wir wieder bei Hüten und da würden mir viele Geschichten zum Thema Hut einfallen.

 

Zehnter Hochzeitstag! Wir trafen uns gleich zum Feiern direkt beim besten Italiener von Wien, auch schon 24 Jahre her.

 

Was hatte ich mich schick gemacht. Ich trug eines dieser Midikleider in blau, die wir heute wieder rauf und runter tragen und oft von den Männern als Kittelschürzen bezeichnet werden. Dazu mega High Heels uuuund den Hut der Hüte! Extra vom Hutmacher, wie die Ladies in Ascot sie trugen. Vorweg es gibt kein Bild davon. Etwas verspätet kam ich beim Italiener an und da stand der mir seit 10 Jahren Angetraute.

 

Er stand, er stand wie angewurzelt, sein Blick, da war nichts abzulesen in seinem Gesicht. Ich drehte mich mitten am Weg im Kreis, der Wind wehte mir durchs Kleid, wie bei Marilyn Monroe und schwungvoll umarmte ich den Mann um ihn heftig zu küssen. Da hörte ich noch die Worte: Nimm das Ding……

 

Da fuhr der Wind unter den Hut, riss ihn mir vom Haupt, meine Locken fielen über die Schultern und ins Gesicht.

 

Der wunderschöne Hut, ich schwöre, erhob sich in die Lüfte und flog über das heiße Pflaster davon und ich in den Stöckelschuhen hinterher.

 

Wer Wien bereits besuchte, weiß das durch die Innenstadt die Fiaker mit ihren Kutschen fahren und die Pferde in den Straßen ihre Spuren hinterlassen.

 

Der Hut flog, ich stöckelte und da, da gab das Lüfterl nach und das Ufo namens Hut legte eine Prachtlandung hin, genau in einen frischen Haufen Pferdemist.

 

Ich brauche wohl nicht zu erzählen, dass der Abend damit gelaufen war.

 

Dem Eheleben hat es nur ein paar Stunden geschadet. Der Mitbewohner hat sich an meine Modefaibles mehr oder weniger gewöhnt.

 

Sowohl haben sich auch bei meiner Instagramfreundin Ela, ihre drei Männer an ihr Faible gewöhnt.

 

Sie ist wohl die Frau der Hüte und Mützen und sieht mit jeder Kopfbedeckung sensationell aus. Besonders diesen Winter trägt sie sie mit einer Leidenschaft und Extravaganz. Sogar wenn sie mit ihrer wunderbaren Hündin Bessy durch die Wiesen und Wälder streift, da entstehen auch oft ihre fantastischen Fotos. Unlängst erzählte mir Ela, dass sie ein besonderes Hutmodel, gestylt zu ihrem wie immer tollen ausgefallenen Look, fotografieren wollte.

 

Und wie es ist kam der größte Feind einer Hutträgerin, nein nicht der Ehemann, sondern der Wind bzw.  eine Böe und riss Ela den Hut vom Kopf. Bessy, der inzwischen langweilig geworden, glaubte das sei ein Spiel, sprang hinter dem edlen Ding her und schnappte es sich, aber nicht wie gelernt brav die Beute zurückzubringen, NEIN sie sprintete durchs Dickicht ab in den Wald und Ela hinterher.

 

Irgendwann kam Bessy ohne Hut zurück. Auch das Ding ward nicht wieder gesehen. Schade. Wer von Elas Männern diesen Hutklautrick Bessy beibrachte, hat sich fast aufgeklärt. Sah man ihre Söhne inzwischen auch mit Mützen in der Öffentlichkeit, also jetzt bleibt da noch einer übrig.

 

Tja, ich verdächtige ja den Ehemann, tun doch die Männer immer wieder so, als verstünden sie unsere Leidenschaften. Doch ……… Wohl eine andere Geschichte.

Bis zum nächsten mal …. es grüßt euch herzlich Evelin @evelinwakri

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Ich bin Ela, zwar nicht groß, aber voller Ideen.

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